Über Uns

Über die Bergrettung Gröbming

Die Bergrettung Gröbming wurde im Jahre 1945 gegründet und hat derzeit 47 MitgliederMehr zur Historie der Ortsstelle kann aus der Chronik entnommen werden.


Standorte:

Im Besitz der Bergrettung Gröbming befindet sich das denkmalgeschützte Friedenskircherl  am Stoderzinken welches als berühmtes Wahrzeichen hoch über dem Ennstal thront. Die Bergrettung Gröbming hat zwei Dienstshütten am Stoderzinken und am Galsterberg. Im Gebäude des Roten Kreuz in Gröbming befindet sich ein Depot für die Ausrüstung.


Einsatzgebiet:

Unser Einsatzgebiet erstreckt sich über das östliche Dachsteingebirge, auch Kemetgebirge genannt bis zur Südwestseite des Grimming und in den Niederen Tauern vom Kochofen bis zur Hochwildstelle, welche mit 2.747m der höchste rein steirische Berg ist.



Einsätze:

Die Bergrettung wird zu Einsätzen von der Landeswarnzentrale Steiermark alarmiert welche über den Alpinnotruf 140 zu erreichen ist. Bei gutem Wetter können viele Einsätze von Rettungshubschraubern erledigt werden. In unserem Einsatzgebiet kommt dabei meist der ÖAMTC Rettungshubschrauber Christophorus 14 zum Einsatz. Bei schlechtem Wetter oder in der Nacht ist der Einsatz der Bergrettung aber meist unumgänglich.

Einsätze werden üblicherweise von der Ortsstelle allein abgewickelt, bei größeren Einsätzen werden unsere Nachbarortsstellen Kleinsölk, St. Nikolai, Haus, Schladming und Ramsau zu einem Gebietseinsatz mitalarmiert. Meist arbeiten wir eng mit der Alpinpolizei und der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark zusammen.

Einsätze der Bergrettung können grob in drei Kategorien eingeteilt werden:

Sucheinsätze

Sucheinsätze werden von der Alpinpolizei geleitet, da es sich rechtlich um eine Fahndung handelt. Um den Einsatz optimal koordinieren zu können wird eine vorgeschobene Einsatzleitung errichtet, in der das Lagebild mittels Beamer, Laptop und spezieller Software dargestellt wird. Dazu werden aktuelle digitale Karten und Satelittenbilder eingesetzt.

Koordination eines Sucheinsatz in der Einsatzleitung

Große Sucheinsätze werden meist im Rahmen eines Gebietseinsatz organisiert und nicht selten sind an die 100 Einsatzkräfte unterwegs. Bei Sucheinsätzen verwenden Bergretter GPS-Geräte, um die abgesuchten Bereiche genau zu dokumentieren. Öfters ergibt ein Sucheinsatz, das Personen in schwierigem Gelände blockiert sind. Dann wird der Sucheinsatz zum Alpineinsatz.

Sucheinsatz im Winter bei Nacht am Stoderzinken


Alpineinsätze

Von Alpineinsätzen spricht man immer dann, wenn Seile und Kletterausrüstung benötigt werden. Klassisches Beispiel dafür ist der Felseinsatz bei abgestürzten Alpinisten. Zum Alpineinsatz zählen aber auch Bergungen abgestürzter Paragleiter aus Baumkronen, Verkehrs- oder Forstunfälle im steilen Gelände oder die Rettung von Personen aus defekten Gondeln oder Sesselliften.

Bergretter unterwegs im schwierigem Gelände bei einer Übung in der Hasenstrichwand

Ein Sonderfall sind Canyoningeinsätze. In unserem Einsatzgebiet befindet sich die Salzaschlucht, eine beliebte Canyoningtour welche sich unterhalb des Salzastausees befindet. Passieren dort Unfälle wird die Canyoningrettung der Bergrettung Steiermark alarmiert, zu der auch Mitglieder unserer Ortsstelle gehören.

Canyoningeinsatz in der Salzaschlucht


Lawineneinsätze

Lawineneinsätze stellen höchste Anforderungen an die Bergrettung. Dabei geht es um jede Minute und wenn es das Wetter zulässt sind mehrere Hubschrauber für den Transport von Bergrettern und Suchunden gleichzeitig im Einsatz.

Abflug zum Lawineneinsatz

Besonders heikel sind Einsätze bei denen die Verschütteten kein LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) tragen, da dann der Lawinenkegel mittels Sondierkette systematisch abgesucht werden muss. Solche planmäßigen Lawineneinsätze weden meist als Gebietseinsatz von allen Ortsstellen des Oberen Ennstals gemeinsam durchgeführt.

Sondierkette bei einem Lawineneinsatz 


Pistendienst:

Die Bergrettung Gröbming unterstützt an Sonn- und Feiertagen sowie bei Schirennen die Liftmannschaften in den Schigebieten am Stoderzinken und am Galsterberg. Bei etwaigen Schiunfällen wird Erste Hilfe geleistet und der Abtransport mit Akja durchgeführt oder ein Rettungshubschrauber nachalamriert.

Ein verletzter Schifahrer wird in einen Akja umgelagert


Übungen:

Übung macht den Meister! Besonders vor dem Sommer werden Übungen zur Wiederholung der Seiltechnik abgehalten. Vor dem Beginn der Wintersaison halten unsere Bergrettungsärzte Schlungen zur Ersten Hilfe ab um für die anstehenden Pistendienste gewappnet zu sein.

Seiltechnikübung in den Öfen